So sah das erste Belegexemplar aus, das KiWi mir im Sommer 2011 vor der Publikation im September zuschickte.

Isenhart ist die Geschichte eines hochbegabten Jungen, der eigentlich ein Kind der Renaissance oder gar Aufklärung wäre, und der im Winter 1171 im Hochmittelalter nahe des Hohenaspergs bei Ludwigsburg geboren wird. 
Der Roman beinhaltet die Suche nach einem Serientäter, allerdings bildet diese nur den Rahmen für die Handlung, die sich über 30 Jahre erstreckt.

Mir war es wichtig, den historischen Kontext nicht lediglich als Hintergrund zu benutzen, sondern Isenharts Geschichte untrennbar mit dieser Epoche zu verzahnen und daher ein weitgehend authentisches Bild zu zeichnen, das nicht zu Verklärungen neigt. 
Also musste ich recherchieren: Von Wolfdieter Haas' "Welt im Wandel - Das Hochmittelalter" über Amin Maloufs "Der Heilige Krieg der Barbaren" und Klaus Herbers "Geschichte Spaniens im Mittelalter" bis hin zu Ulrich Nonns "Quellen zur Alltagsgeschichte im Früh- und Hochmittelater" habe ich mich insgesamt an drei Dutzend Quellen bedient.

Die Fülle an Ideen wäre sicherlich Stoff für drei oder mehr Bände gewesen, aber da ich für alle Geschichten, die noch erzählt werden wollen, drei Leben bräuchte und ich auch den Anpruch habe, mich mit Geschichten nach Möglichkeit nicht zu wiederholen, war klar, dass alles, was ich zu dieser Epoche zu sagen habe, jetzt sage.
Das hat zu über 800 Seiten geführt...

Der Klappentext des Verlags suggeriert den Thriller, und Leser, die das Mittelalter nicht ein wenig interessiert, werden sich mit Passagen und Gedanken konfrontiert sehen, die diesen Thrill nicht bedienen - und das bisweilen über Strecken. Ihnen möchte ich andere, kurzweilige historische Romane empfehlen, die geschichtlichen Aspekten zugunsten einer flotteren Krimihandlung weniger Platz einräumen.

Isenhart ist vor allem die Lebensgeschichte eines ungewöhnlichen Mannes und ein Plädoyer für die Freiheit des Denkens - konzipiert im Gewand eines Schmökers.

 

 

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Besprechung im rheinneckarblog.de

 

 

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752 Seiten nach der ersten Korrektur. Das entsprach 1150 Normseiten.